Schon als Kind: Beim lesen mitsprechen

Beim lesen Mitsprechen aufhören und viel schneller lesen

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Beim lesen Mitsprechen aufhören (mp3)

Es ist verrückt, wenn ich an meine ersten Erfahrungen im Speed Reading denke. Ich fragte mich, wie es möglich sein kann unheimlich viele Daten aufzunehmen und dabei trotzdem alles zu behalten. Einer der ersten und auch effektivsten Methoden, die ich lernte, ist, beim lesen Mitsprechen aufzuhören. So klein der Schritt auch sein mag. Es ist die absolute Basis um drei bis viermal so schnell zu lesen wie heute  ...und dabei alles zu verstehen.

Wenn Sie bereit sind nur ein wenig von Ihren alten Lesemethoden abzulassen und sich eine einfache Methode aneignen, werden Sie schneller lesen. Es ist wirklich so einfach.

So haben Sie bisher gelesen

Schauen Sie sich an, wie Sie lesen gelernt haben. Buchstabe für Buchstabe lernten wir in der Schule lesen und haben dann den Schritt auf das Wort-für-Wort-Lesen geschafft. Schließlich konnten wir ganze Sätze aneinander reihen. Eines blieb aber immer gleich: Sie lesen Wort für Wort und sprechen sich die Worte immer noch vor.

Sie müssen Sich keine Sorgen machen! Der Prozess ist ganz natürlich und er lässt sich ohne bewusstes Training auch nicht umgehen. Wenn Sie jedoch einmal das Bewusstsein für die Thematik aufbringen, werden Sie kein Problem haben aufzuhören, beim Lesen mitzusprechen.

Hand auf’s Herz: Lesen Sie auch noch Wort für Wort?

Wie schon gesagt: Es ist überhaupt nichts Schlimmes dabei, denn bei Kindern ist dies eine der besten Methoden, um lesen zu lernen, doch nun ist es an der Zeit darüber nachzudenken.

Das Problem mit dem Mitsprechen

Das Problem des Mitlesens ist schnell erkannt. Sie können nur so schnell lesen, wie Sie auch Wort für Wort sprechen würden. Neben den Augen und dem Gehirn müssen plötzlich auch Mund und Ohren kontrolliert werden.

Das passiert, wenn Sie mitlesen:

  • Ihre Augen sind mit dem Aufnehmen der Worte beschäftigt
  • Ihr Mund ist damit beschäftigt die Worte, die Sie lesen, mitzusprechen oder zu säuseln.
  • Wenn Sie etwas sagen, werden die Ohren direkt auf Bereitschaft gestellt.
  • Ihr Gehirn muss nun nicht nur Daten verarbeiten, sondern auch Ihre Sinnesorgane orchestrieren

Das müssen Sie Ihrem Gehirn nicht antun!

Leselimit bei 200 Worten pro Minute durch Mitlesen

Wenn Sie ordentlich das Gelesene mitsprechen, so werden sie nur schwer über die Limits von 150 bis 200 Worten pro Minute hinaus kommen. Mit einem bewegen der Lippen ohne laut zu lesen, werden Sie eventuell 250 Worte erreichen. Wenn Sie das schon gut finden, dann machen Sie sich bewusst, dass Sie mit folgender Technik allein das Tempo mehr als verdoppeln können.

Sie können nicht reden und kauen zugleich.

Sie haben eine sehr gute Chance, die Angewohnheit mitzulesen zu ändern. Eine einfache Methode ist es, sich zu zwingen, nicht mehr zu lesen. Das funktioniert sehr gut, indem Sie ein Kaugummi oder ein Bonbon in den Mund nehmen und diesen kauen bzw. lutschen. Auf diese Weise ist Ihr Mund bereits beschäftigt.

Versuchen Sie einfach einmal nur zu säuseln, während sie lesen. Und zwar so, dass man wirklich gar nichts mehr außer Ihr Zischen hört. Überfliegen Sie die Zeilen so schnell es geht und zischen Sie jedes Wort. So erfahren Sie die Möglichkeiten, die Sie haben, wenn Sie weiter trainieren, Worte nicht mitzusprechen.

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Kommentare (11)

  • Christian

    Ich finds einen tollen Weg sich weiter zu entwickeln. Da ich schon einiges gelesen habe, meist am Ende des Kapitels, schon von Anfang nichts mehr weiß, möchte ich etwas kennen lernen, was mir hilft, das gelesene nicht 2 bzw. 3 mal lesen zu müssen.

    • Amadeo Mena Vicente

      Dann achten sie darauf kein Wort zu übergehen, ohne seine korrekte Definition zu kennen. Passiert das, ist das der Grund warum man nicht mehr weiß was man gelesen hat. Wenn sie zurück gehen und nicht oder falsch verstandene Worte nach schlagen, passiert etwas erstaunliches. Es ist alles wieder da! Probieren sie es mal.

      • Ulrike

        Hallo Mena,
        ja, wenn man sich mit dem Inhalt genauer befasst, Definitionen nachschlägt, oder sich Notizen macht, bleibt der Inhalt im Kopf, und man erinnert sich später noch daran.Das ist aber unabhängig davon, ob man einen Text schneller oder langsamer liest.
        Viele Grüße
        Ulrike aus dem Centered Learning Team

  • Ingo

    Danke für die Tipp’s…meine Bedenken gehen aber dahin wenn ich einen wissenschaftlichen Text mit verschiedenen komplizierten Fachausdrücken lese benötige ich gefühlt sehr viel länger und mehr Aufmerksamkeit.
    Funktioniert die Methode auch bei solchen Texten?
    MfG Ingo

    • Hallo Ingo, ja. Eindeutig ja.
      Allerdings relativ gesehen. Komplizierte wissenschaftliche Texte liest man nicht so schnell wie die Bildzeitung. SpeedReading bedeutet, mit dem Lesetempo fexibel umgehen zu können. Auf der Basis geht dann in Zukunft alles schneller. Aber eben unterschiedlich schnell.
      lg
      tom

  • König

    Ich lese diagonal seit langer Zeit – falls ich merke, dass ich zu schnell war (beim Auffassen) überfliege ich den betreffenden Abschnitt nochmals. Nachteil: zitieren von Stellen erfordert oft nochmal ein “vergewisserndes” Lesen.

    • Ulrike

      Wenn Sie Inhalte besser behalten möchten, ist es wichtig, Notizen zu machen. Am besten visuelle Notizen. Die kann sich das Gehirn besser merken und sie sind übersichtlicher.
      Beste Grüße
      Ulrike aus dem Centered Learning Team

  • Mena Vicente

    Hi. Ich denke, wenn man etwas liest, was einem sehr gefällt, dann ist es ein Genuss. Man zelebriert jedes Wort, goutiert die Formulierungen mit der eiine interessante Geschichte erzählt wird, hält auch mal inne, macht sch seine eigenen Gedanken…schnell lesen ist nichts für mich. Was anderes ist es wenn man etwas lesen MUSS! Dann mag die Methode die Qual verkürzen.

    • Ulrike

      Hallo Mena,
      ja – genauso ist es. Wenn man mit Freude und in der Freizeit etwas liest, möchte man es genießen, dann kommt es auf Schnelligkeit nicht an, dann braucht man auch kein SpeedReading, aber wenn sich die Fachbücher stapeln, dann ist man froh, wenn man Methoden gelernt hat, wie man die Stapel schneller abbauen kann.
      Viele Grüße
      Ulrike aus dem Centered Learning Team

  • Thilo Kagel

    Das hört sich sehr intressant an. wie sieht es mit Fachbüchern aus, wo es auch um den Inhalt geht und diesen halt aufzunehmen sowie später auch umzusätzen ?

    • Ulrike

      Hallo Thilo,
      um Inhalte auf Dauer zu behalten, ist es wichtig, sich parallel zum Lesen Notizen zu machen. Wie das geht, können Sie in diesem kostenfreien Webinar erfahren:
      http://ww3.centered-learning.de/kostenloses-webinar
      Suchen Sie sich einfach einen Termin aus, und lernen Sie, wie Sie mehr von Ihrem Lesestoff behalten.
      Viele Grüße
      Ulrike aus dem Centered Learning Team.

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