Braucht man wirklich Konzentrationsübungen?
So geht’s auch ohne!

Das werde ich fast auf jedem Workshop gefragt: Ich kann mich so schlecht konzentrieren, besonders wenn ich mir neues Wissen einprägen will, also im Grunde lernen. Kennst du eine gute Konzentrationsübung?

Ja, kenn ich, aber im Prinzip lernt man Konzentration leider nur durch das Üben von Konzentration. Sich jedes Mal wenn einem bewusst wird dass man abschweift, sanft wieder zurückholen. Wenn man das lange genug macht, dann verbessert sich die Konzentration automatisch.

Vor Jahren hat ein deutscher Filmemacher mal einen Film in Tibet gedreht. Und vielleicht wissen Sie, dass bei normalen Hollywoodfilmem Szenen machmal bis zu 20 Mal gedreht werden, bis Sie genau so sind, wie der Regisseur sie sich vorstellt. Die tibetanischen Mönche in diesem Film brauchten in der Regel gar keine Wiederholung; ganz selten mal vielleicht eine.
Die Szenen saßen einfach meist schon beim ersten Mal.

Warum?

Weil die Mönche sich durch ihre Meditationspraxis perfekt konzentrieren konnten.

Leider können die meisten von uns diese Disziplin über Jahrzehnte nicht aufbringen, aber die gute Nachricht ist – das brauchen Sie auch nicht. Zumindest nicht, wenn’s ums Lernen geht ;-)

Es gibt eine ziemlich einfache Methode, Ihre Konzentration drastisch zu verbessern, die Sie sofort anwenden können.

Bevor ich sie Ihnen verrate, eine kurze, aber wichtig Frage:

Was genau heißt eigentlich Unkonzentriertheit?

Eigentlich nichts anderes, als dass nur ein sehr kleiner Teil Ihrer Gehirnzellen mit dem Lesen beschäftigt ist. Unpraktischerweise bedeutet das für den Rest Ihres Gehirns nicht, dass es dann schlafen geht, nur weil es im Moment nicht gebraucht wird. Nicht eingebundene Gehirnzellen entwickeln dann Ihre eigenen Themen und beschäftigen sich eben auf Ihre eigene Art.

Denken zum Beispiel darüber nach, was es heute abend wohl zu essen geben könnte. Oder sie denken an den letzten Kinofilm oder daran, wo’s im nächsten Urlaub hingehen könnte.

Die Gedanken schweifen ab und plötzlich stellt man fest, dass man überhaupt keine Ahnung hat, was man auf den letzten beiden Seiten gelesen hat.

Das nennt man dann Ablenkung, was nichts anderes heißt als Unkonzentriertheit.

Nehmen wir jetzt das Gegenteil: Sie lesen ein Buch, das Sie wirklich fesselt. Und kennen Sie dass – Sie sind so vertieft in Ihr Buch, dass Sie überhaupt nichts mehr von Ihrer Umgebung mitkriegen – auch den schhon drei Mal wiederholten Ruf zum Abendessen nicht.

Was genau ist also der Unterschied? Im zweiten Fall ist Ihr Gehirn völlig anders in die Aufgabe eingebunden. Wahrscheinlich sehen Sie Bilder der Hauptakteure vor Ihrem geistigen Auge oder/und fühlen intensiv, was sie gerade durchmachen und erleben.

In anderen Worten – es sind sehr viel mehr Gehirnzellen beteiligt. Ihr visuelles Zentrum ist aktiviert, die entsprechenden Zellen für die Gefühlswahrnehmung sind aktiv. Und darum sind Sie auch hochmotiviert, zu erfahren, wie es in Ihrer Geschichte weitergeht.

Die entscheidende Information hier ist folgende: Motivation und Konzentration hängen eng miteinander zusammen und wenn es Ihnen gelingt, sich zu motivieren, dann kommt hohe Konzentration wie ein kostenloses Zusatzgeschenk oben drauf.

Wenn Sie das Centered Learning System schon einsetzen, dann wissen Sie dies schon – es gibt einen Prozess, mit dem Sie sich in sehr kurzer Zeit wunderbar motivieren können, auch wenn Sie erstmal Widerstand gegen ein Thema verspüren. Im Selbstlernkurs wird dieser Prozess genau beschrieben, aber hier die Kurzversion:

  1. Nehmen Sie sich einen Moment und überlegen sich, warum Sie dieses Fachbuch zum Beispiel ursprünglich ausgewählt haben. Welche Information haben Sie genau gesucht, um welches Ziel zu erreichen
    Das ist der Punkt: es geht nicht darum zu sagen, ich muss das lesen, weil mir mein Dozent, Prof oder Vorgesetzte es gesagt hat. Sondern es geht darum zu erkennen, wie die gesuchte Information Sie in Ihrem Leben voranbringen kann.
    Wir suchen die unausgesprochene, darunterliegende Motivation sich mit diesem Lesestoff zu beschäftigen. Und die gibt es IMMER – auch wenn sie Ihnen gerade nicht bewusst ist.
     
  2. Sobald Sie den Grund gefunden haben, warum Sie das Material lesen wollen, geht es darum sie in dem Buch zu finden. Wo ist sie versteckt? (Hinweis – in den seltensten Fällen auf den ersten 20 Seiten wo die meisten sie sich erhoffen ;-) Gehen Sie durch das Inhaltsverzeichnis und finden Sie was Sie wirklich brauchen.
     
  3. Sobald Sie die Stellen in Ihrem Buch identifiziert haben, überlegen Sie sich eine Frage dazu. Als würden Sie eine Frage an das Buch stellen und das Buch wird sie beantworten.
     
  4. Jetzt SCHREIBEN Sie diese Frage auf!
     
  5. Wiederholen Sie diesen Prozess bis Sie ca. 5 Fragen beisammen haben und suchen sich dann diejenige aus, die Sie am allermeisten interessiert.
     
  6. „Schauen“ Sie nach, wie Sie sich gerade fühlen. Sind Sie gespannt auf die Antwort? Fühlen Sie Ihren Forschergeist? Wenn ja, dann haben Sie’s geschafft!

Wenn Sie diesem Prozess folgen, den ich CENTERING nenne, dann werden Sie hochmotiviert und im günstigsten Fall begeistert nach der Antwort in Ihrem Buch suchen und dabei wunderbar konzentriert sein!

Ich habe Centering schon hunderte Male in meinen Workshops unterrichtet – viele Teilnehmer sagen, das dieser Prozess die wichtigste Erkenntnis des ganzen Seminars war.

Probieren Sie es aus und wenn Sie Lust haben, dann schreiben Sie unten in die Kommentarbox, was Sie damit für Erfahrungen gemacht haben, ok?

Für weitere Tipps, Tricks, Strategien und Methoden zu schnellerem Lesen und Lernen klicken Sie bitte hier: www.Centered-Learning.de/SpeedReading-oder-Lernen-lernen

Auf Ihren Erfolg und herzliche Grüße!


Ihr Tom Freudenthal

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