Schnell und einfach lernenSchnell und einfach lernen mit CHUNKING

Steigern Sie die Menge der aufgenommenen Informationseinheiten, um schnell und einfach lernen zu können.

Kennen Sie Chunks? So werden Informationseinheiten bezeichnet, die von unserem Gedächtnis aufgenommen werden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es schaffen können, die Menge an Chunks zu vergrößern und so optimale Voraussetzungen zu schaffen, um schnell und einfach lernen zu können.

Kennen Sie Ihr(e) Gedächtnis(se)?

Die meisten Wissenschaftler, die sich mit der Funktionsweise unseres Gedächtnisses befassen, gehen mittlerweile davon aus, dass wir nicht nur ein, sondern gleich drei Gedächtnisse besitzen und zwar

• das Ultrakurzzeitgedächtnis,
• das Arbeitsgedächtnis und
• das Langzeitgedächtnis.

Diese unterscheiden sich nicht nur durch ihre Arbeitsweise und ihren Aufgabenbereich, sondern vor allem durch die Speicherdauer und –kapazität.

Vom Datenfilter zum Arbeitsspeicher

Das Ultrakurzzeitgedächtnis fungiert vor allem als Filter, da es in rasender Geschwindigkeit alle aus unserer Umgebung auf uns einprasselnden Informationen siebt – da es eine Informationen nur sehr kurz speichern kann, ist es für das Lernen eher von geringerer Bedeutung.
Das Langzeitgedächtnis dagegen kann – wie der Name esSchnell und einfach lernen schon vermuten lässt – Informationen jahrzehntelang speichern. ABER…damit Lernstoff dort ankommt, muss dieser zunächst unser Arbeitsgedächtnis passieren.
Wirklich einfach lernen können Sie also nur, wenn es Ihnen gelingt das Arbeitsgedächtnis optimal zu nutzen.

Das Nadelöhr für neues Wissen

Unser Arbeitsgedächtnis zeichnet sich vor allem durch 2 Eigenschaften aus, die es neuen Informationen schwer machen, den Weg ins Langzeitgedächtnis zu finden:

1. Informationen werden nur für ca. 20 Sekunden gespeichert.
2. Es kann nur ca. 5-9 Informationseinheiten (Chunks) gleichzeitig aufnehmen. Kommen neue Chunks dazu, werden die ersten wieder „rausgedrängt“.

Besonders aufgrund dieser begrenzten Speicherkapazität stellt das Arbeitsgedächtnis ein echtes Nadelöhr für Wissen dar, das es „auszutricksen“ gilt.

Lernen Sie Informationseinheiten platzsparend zu stapeln

Was würden Sie tun, wenn Sie auf einem Tablett 9 Tassen transportieren müssten – diese aber nicht nebeneinander auf das Tablett passen?
Sie würden die Tassen mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach stapeln, oder?
So ähnlich können Sie das auch mit Informationseinheiten machen, die Sie in Ihr Langzeitgedächtnis bringen möchten. Dazu müssen sie einfach lernen, das dort bereits gespeicherte Wissen zu nutzen.

Beispiel:
Für die meisten Menschen stellt die Zahl 244 eine aus 3 Chunks – nämlich aus den Ziffern 2, 4 und 4 – bestehende Information dar.
Einem Torwart wird aber schnell auffallen, dass diese Zahl genau der Höhe (in cm) entspricht, die ein Fußballtor nach den internationalen Regeln haben muss. Die Zahl belegt somit nur den Platz eines Chunks bei ihm.

Diese Nutzung von Wissen, das schon im Langzeitgedächtnis vorhanden ist, wird als „Chunking“ bezeichnet.
Und Chunking lässt Sie einfach lernen: Denn es führt dazu, dass Sie Ihr Arbeitsgedächtnis so nutzen, dass Sie weniger von seiner begrenzten Speicherkapazität in Anspruch nehmen.
Und es lässt Sie einfach lernen, weil es Ihnen dabei hilft, eine neue Information durch die Verknüpfung zu ähnlichen im Langzeitgedächtnis gespeicherten Informationen, schneller vom Arbeits- ins Langzeitgedächtnis zu transportieren.

Wenn Sie noch mehr Tricks erfahren möchten, wie Sie Ihr Gedächtnis optimal nutzen, um bestmögliche Lernerfolge zu erzielen, dann schauen Sie sich doch einfach mal unser youtube-Video an:

Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, was Sie noch alles tun könnten, um sich schneller, einfacher, höher motiviert, langfristig und stressfrei neues Wissen einzuprägen, dann klicken Sie auf diesen Link.

Auch auf Wikipedia finden Sie interessante Informationen zum Thema Gedächtnis.

Foto rechts: © A.Dreher / pixelio

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Kommentare (3)

  • Marco Grabow

    Zum Chunking
    Also das Prinzip habe ich ja verstanden, aber wie wende ich das jetzt im Alltag bzw. beim Lernen an? Denn wenn ich mir etwas komplexeres merken will las eine Zahl(das kann man ja auch immer mit dem Geburtstag oder ähnlichem verknüpfen), z.B. dass dieses biologische Phänomen jene Auswirkungen hat etc. fällt mir nichts ein, was ich damit verbinden könnte, wie ich eine Brücke zwischen diesen beiden Tatsachen schaffen könnte.

    • Ulrike

      Hallo Marco,
      am Anfang in einem neuen Lerngebiet ist es tatsächlich oft noch schwierig Chunks zu bilden. Aber je früher Sie damit einsteigen, desto leichter wird es mit der Zeit. Das heißt, wenn Ihnen am Anfang noch keine automatischen Zusammenhänge einfallen, bilden Sie bewusst welche. Im Laufe der Zeit werden Sie merken, wie Sie schneller damit werden, und sich Dinge langfristiger merken können.
      Im Prinzip geht es immer wieder darum, Dinge aus dem nur sehr kleinen Arbeitsgedächtnis möglichst schnell mit Vorwissen zu verknüpfen, um das Neue möglichst schnell auf eine tiefere Gedächtlnisstufe zu bringen, die langfristigeres Behalten mit sich bringt.
      Chunking ist eine Möglichkeit dafür. Probieren Sie es doch einfach mal aus.
      Viel Erfolg und beste Grüße
      Ulrike aus dem Centered Learning Team

  • Das stimmt – das neue Wissen muss mit Anschlusswissen verknüpft werden, ganz genau…

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