speedreadingSpeed Reading: Mit der Zählübung lockern Sie die Lesebremse Nr. 1

Wenn Sie sich abgewöhnen beim Lesen mitzusprechen, lesen Sie automatisch schneller

Wahrscheinlich geht es Ihnen wie den meisten Menschen – wenn Sie in der Lage wären, schneller zu lesen, könnten Sie eine Menge Zeit sparen.
Und natürlich hilft Speed Reading in diesem Fall – wer schneller liest, kann entweder mehr in der gleichen Zeit lesen oder ist schneller fertig.
Nur – wie kommt man dahin?
Am einfachsten mit dem so genannten Speed Reading Trainer, aber es gibt auch andere Methoden, die Lesebremsen zu lösen.
Bevor ich Ihnen einen Tipp verrate, wie Sie schon heute anfangen könnten, den ersten Schritt in ein höheres Lesetempo zu schaffen –

Lesebremsen aus der Schulzeit

Die 3 größten Hindernisse, die unserem Wunsch nach schnellerem Lesen entgegenstehen, haben Ihren Ursprung in der Schulzeit.
Beim Lesen lernen nutzen uns diese auch tatsächlich, beim späteren Lesen allerdings bremsen Sie uns aus.
Diese Überbleibsel aus der Schulzeit sind:

• Regression: Das Zurückspringen unserer Augen auf bereits gelesenen Text.
• Fixation: Das Fixieren auf ein Wort, anstatt mehrere Worte auf einen Blick zu erfassen.
• Subvokalisation: Das lautlose, gedankliche Mitsprechen der gelesenen Wörter.

Lesebremsen ausschalten – Leseturbo anschalten

Wenn es Ihnen gelingt, nur eine dieser Lesebremsen auszuschalten, dann macht das Ihr Lesen automatisch schneller – wenn Sie dann noch richtiges Speed Reading anwenden, dann werden Sie sehr viel schneller werden.

Aber nun zu meinem Tipp für jetzt sofort:

Nehmen wir als Beispiel die „Subvokalisation“, die ist wahrscheinlich das größte Hindernis für ein höheres Lesetempo.
Denn … wenn Sie jedes Wort innerlich aussprechen, dann ist es sehr schwer bis unmöglich, deutlich schneller zu lesen, als Sie sprechen können.

Das durchschnittliche Sprechtempo beträgt 150 Worte pro Minute – man geht davon aus, dass der normale Leser durchaus 600 Worte pro Minute lesen könnte – wenn er denn nicht subvokalisieren würde.

Nun kann man die Subvokalisation zwar kaum zu 100 Prozent ausschalten – bei komplizierten oder selten gelesenen Wörtern werden Sie möglicherweise auch in Zukunft „mitsprechen“ – aber selbst wenn Sie noch ein paar Worte “hören” werden Sie schneller sein als jetzt.

Darum hier jetzt ein kleiner Tipp, eine kleine SpeedReading-Übung, mit der Sie die Subvokalisation deutlich reduzieren können:

Beschäftigen Sie Ihr Gehirn mit etwas anderem beim Lesen

Um das gedankliche Mitsprechen auszuschalten, müssen Sie Ihr Gehirn mit etwas anderem beschäftigen.

Und das geht so:

Lesen Sie einen leichten Text und zählen Sie dabei laut von eins bis zehn. Dadurch ist Ihr motorisches System mit dem Zählen beschäftigt und kann so nicht Subvokalisieren.

Spüren Sie den Unterschied?
Subvokalisieren Sie beim Lesen, dann liegen Ihnen die Worte sozusagen auf der Zunge.
Lesen Sie, ohne dass Sie in Gedanken mitsprechen, dann erkennt Ihr Gehirn den Sinn meistens trotzdem.

Diese Übung ist am Anfang ziemlich ungewohnt, und Sie werden möglicherweise beim ersten Mal auch nicht alles verstehen.
Aber dies ist ja auch keine Lesemethode, sondern eine Trainingsübung – sobald Sie wieder mit vollem Verständnis lesen müssen, hören Sie damit natürlich wieder auf.

Mit der Zeit werden Sie allerdings feststellen, dass Sie auch beim “normalen” Lesen schneller werden, weil Sie nicht mehr jedes Wort innerlich mitsprechen müssen.

Informationen zu der unserer Ansicht wirkungsvollsten Methode von allen, wenn es um Speed Reading geht, finden Sie auf dieser Webseite.

Ansonsten schlage ich vor, dass Sie diesen kleinen Trick von heute an zwei Wochen täglich anwenden und dann überprüfen, wie stark sich Ihr Lesetempo gesteigert hat.

 

Sagen Sie mir was Sie denken

Kommentare (9)

  • Hallo Tom!

    Dies ist einfach ein toller Trick. Herzlichen Dank

    HG Andreas (Sei, der DU bist, und LEBE!)

  • Ein ähnlicher alter Trick vom Lesetrainer Wolfgang Zielke: den Text kommentieren z.B.: Was soll denn das schon wieder? Sag ich ja! Das stand doch oben schon! usw. Das lenkt weniger vom Thema ab und verhindert tatsächlich die Subvokalisation. Wenn solche Kritik echt ist, bildet sie zugleich den Absprung, weniger relevanten Text zu überfliegen oder zu überblättern.

  • Len-Eric Schnering

    Sehr Informativ, bin begeistert von dem Artikel, das hilft mir sicher weiter. Alle drei Lesebremsen treffen bei mir zu, das wird sich in zukunft ändern.
    Danke Tom!

  • Hallo Tom,
    Wow! Dieser Artikel hat mich sehr beeindruckt. Sehr interessant!!! Würde das auch bedeuten das das Musik hören z.B. die richtige Ablenkung ist damit wir schneller Lesen? Bewusst einen Text mitsingen und sich auf den Lesetext und den Inhalt konzentrieren? Alles mega Interessant. Vielen Dank! Probiere ich aus!

    Viele Grüße

    Mathias

    • Hi Mathias,

      also da bin ich mir nicht sicher, dass das mit Musik funktioniert. Die Ablenkung muss schon vom Sprachzentrum ausgehen, sonst arbeitet da einfach ein anderer Teil des Gehirns parallel und die Subvokalisation kann ungestört weitermachen :-)

      Außerdem ist Musikhören eher passiv als aktiv.

      Also – eher nicht so eine gute Idee glaube ich…

      lg
      tom

  • Danke für den Tipp! Ich habe jedoch Bedenken (und auch so erfahren), dass ich das Gelesene dann nicht abspeichern kann und somit später nicht mehr verwenden bzw. abrufen kann. Dann kann ich mir das Lesen doch gleich sparen???

    • Hallo Wolfgang,

      ich würde diese Methode auch eher als Trainingsübung betrachten, um dem Gehirn beizubringen, dass es grundsätzlich auch ohne innerliches Mitreden lesen darf. Es geht also erstmal darum, diese “einbetonierte” Gewohnheit aufzuweichen. Wenn es um das Lesen/Verstehen/Abspeichern von wirklich wichtigen Inhalten geht, würde ich das nicht so machen…

Schneller Lesen Und Trotzdem Mehr Behalten    - Gratis Webinar -
Lernen Sie in diesem Webinar die wichtigsten Techniken, um sich schnell, sicher und stressfrei neues Wissen einzuprägen - für mehr Erfolg in Beruf, Weiterbildung oder Studium.

x