Lernen mit kreativen Bildern und verrückten Geschichten
ist die beste Form des Gedächtnistrainings
Tipps und Tricks für ein besseres Gedächtnis – angeregt durch das Teleseminar mit Gregor Staub, dem bekannten Schweizer Gedächtnistrainer, und Tom Freudenthal
Wie bringen Sie Ihr Gedächtnis am besten in Schwung? Namen, Telefonnummern, Fremdwörter oder Formeln lassen sich mit verrückten Geschichten und witzigen Bilder viel einfacher einprägen; sogar Kindergartenkinder haben da schon Spaß dran, und Studenten lernen auf diese Art abstrakte Formeln oder Fachbegriffe aus Medizin, Fahrzeugtechnik oder Betriebswirtschaft. So macht Gedächtnistraining Laune.
Lernen mit der richtigen Methode – das ist der entscheidende Schlüssel zum Erfolg!
Dabei gibt es (neben anderen Strategien) zwei wichtige Grundregeln:
- Informationen einen Ort (Briefkasten) geben.
- Abstrakte Informationen in bunte Bilder verwandeln.
Orte sind wichtig, damit Ihr Gehirn sich leichter erinnern kann. Stellen Sie sich vor, Ihr Briefträger würde die Post jeden Tag an einen anderen Platz legen, wieviel Zeit würden Sie täglich damit verbringen, Ihre Zeitungen und Briefe zu suchen?
Eine hervorragende Möglichkeit sich Orte im Gehirn zu schaffen ist die Baumliste von Gregor Staub. Sie hat den Vorteil, dass Sie sich damit Zahlen u n d Fakten merken können.
In wenigen Minuten eine 10-stellige Zahl lernen
| 0 | Hühnerei |
| 1 | Baum |
| 2 | Lampe |
| 3 | Hocker |
| 4 | Auto |
| 5 | Hand |
| 6 | Würfel |
| 7 | 7 Zwerge |
| 8 | Achterbahn |
| 9 | Katze |
| 10 | Bibel |
Die meisten Menschen halten es für unmöglich, in wenigen Minuten eine 10-stellige Zahl auswendig lernen zu können.
Gregor Staub bewies allen Teilnehmern mit seiner bildhaften Lerngeschichte das Gegenteil:
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Stellen sich sich vor:
Ein Zwerg rennt auf die Achterbahn, setzt sich dort auf einen Hocker, aus seiner Hand springt eine Katze zu dem Baum, unter dem ein Auto parkt. Das hat die Lampen eingeschaltet und auf dem Rücksitz rollt gerade ein Hühnerei über einen Würfel.
Das kleine Einmaleins behalten
Ein anderes Beispiel:
Viele Grundschüler tun sich schwer, wenn Sie das kleine Einmaleins lernen sollen, auch hier kommen Sie mit der Baumliste weiter:
7 x 8 = 56
Ein Zwerg springt auf die Achterbahn, klatscht in die Hände und der Würfel fällt herunter.
Oder
3 x 9 = 27
Unter dem Hocker versteckt sich eine Katze, da geht die Lampe an und ein Zwerg stürmt herein.
Schon werden aus abstrakten Multiplikationsaufgaben bunte Bilder, und das Kind hat keine Probleme mehr, sich diese Aufgabe zu merken.
Einkaufen ohne Merkzettel
Die Baumliste erspart auch den ständigen Blick auf Ihre Notizzettel beim täglichen Einkauf. Sie brauchen zum Beispiel am Wochenende:
Reis, Zitronen, Möhren, Spaghetti, Tomaten, Hackfleisch, Puddingpulver, Blumenkohl, Schinken und Waschpulver.
Stellen Sie sich vor:
Aus dem Hühnerei quillt jede Menge Reis, der Baum hängt voller Zitronen, aus dem Hocker sprießen Möhren, aus dem Autofenster ragen meterlange Spaghetti, Sie haben die Hände voller Tomaten, der Würfel bohrt ein Loch in Ihr Hackfleisch, die Zwerge sitzen vor riesigen Puddingschüsseln, die Achterbahn ist blockiert von lauter Blumenkohlköpfen, die Katze futtert gerade Ihren Schinken und aus der Bibel quillt das Waschpulver.
Voraussetzung ist:
- die Baumliste so auswendig gelernt zu haben,
- dass Sie die Begriffe jederzeit wie im Schlaf aufsagen können.
Dann wird sie Ihnen zu einem unentbehrlichen Lerninstrument werden.
Artikel von französischen Vokabeln unterscheiden
Auch die Artikel von französischen Substantiven stellen junge und ältere Lernende oft vor schwierige Probleme:
Le garage oder la garage? - Le fenêtre oder la fenêtre?
Stellen Sie sich vor,
wie der Löwe in der Garage sitzt: le garage
Und
Wie die Sonne zum Fenster hereinlacht: la fenêtre
Und Sie werden es künftig immer richtig wissen
.
Schwierige Wörter richtig schreiben
Mit wievielen „r“ schreibt man Fahrrad - und mit oder ohne „h“?
Stellen Sie sich vor:
Ein Fahrrad hat immer 2 Räder und sollte nur mit Helm gefahren werden.
Dringender Tipp vom Lernexperten:
Geben Sie sich immer mehrere Versuche. Erwarten Sie nicht, dass Sie eine Geschichte gleich bei der ersten Wiederholung zu 100 % drauf haben. Das klappt fast nie. Wiederholungen sind wichtig und erlaubt. Freuen Sie sich über die Fortschritte auf dem Weg zu den 100 %.
Das ist nicht nur schonender für Ihre Nerven, sondern verbessert Ihre Lernergebnisse enorm, denn Stress ist bekanntlich der Lernkiller Nummer 1.
Gedächtnistraining mit solchen Bildergeschichten funktioniert immer. Das haben bisher alle erlebt, die sich darauf eingelassen haben. Allerdings - ein bisschen Eigeninitiative und Übung am Anfang gehören dazu, damit Ihr Gehirn diese Bilder kennenlernen und kreative Ideen dazu entwickeln kann.
Lust auf mehr? In den "7 Gesetzen des erfolgreichen Lernens" erfahren Sie alle anderen Elemente, die Ihren Lernprozess beschleunigen - um besser mit der Informationsflut umzugehen, schneller zu lesen, sich erfolgreicher neues Wissen anzueignen.
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Kommentare (8)
Hallo Tom,
mit grossem Interesse, Neugier und Begeisterung lese ich Ihre Infos, mehrmals (Händycap).
Es ist ein spielerisch-kreatives, wissenschaftlich erforschtes System das Freude am lernen weckt, der Frust ist erstmal weg;-)
Das tägliche Üben in den Tag intergrieren gelingt mir gut.
Eigentlich wollte ich über den Link
http://www.speedreadingsoftware.de/Portals/0/Ausgleichsatmung.pdf
in Ihrer mail um die Bilder anzuschauen, jetzt bin ich hier gelandet das sehr Interessant ist
Wie finde ich die Ausgleichsatmung.pdf?
Wünschen würde ich mir Sie, Ihr System in dem Schulsystem zu finden ;-(
Herzliche Grüsse
Ihre Irena Bressel
Hallo Irena,
die Ausgleichsatmung finden Sie als Video im SpeedReadingTrainer. Schauen Sie doch bitte mal dort.
Danke und herzliche Grüße
Ulrike Sänger
hi, ich hab da mal ne frage…
in der schule und später auch in meiner Ausbildung musste ich mich nie hinsitzen und was lernen. hab immer meine einsen und zweien geschrieben… konnte mir einfach das was die lehrer gesagt haben merken und verstehn-interresse war eigentlich nie da.
Jetzt in der meisterschule musste ich feststellen dass ich RICHTIG probleme hatte mir das zeug zu merken und zu verstehn. hab mich sogar hingesetzt und versucht zu lernen. ohne erfolg. kann mir keine fachberiffe mehr merken usw… voll durchgefallen… Meine frage, wieso ist das auf einmal so- das is doch nicht normal….
Hi Christian,
das kann daran liegen, dass du
1. älter bist und dein Gehirn nicht mehr so flexibel wie früher
2. ein viel höheres Stresslevel im Leben hast als damals.
Du brauchst die richtige Lernstrategie und was zum entspannen.
Um das Lernen zu lernen, würde ich im Moment das Beste vorschlagen, was wir haben – das Centered Learning Premium Video Training.
Kommt am 20. März.
Und die NeuroCD. Das ist meine Lösung Nr. 1 für alles was mit stressbedingten Problemen beim Lernen zu tun hat…
lg
tom
Sehr geehrter Herr Staub, ich war kürzlich mit zwei Freundinnen, Nicole und Simone,
in Radebeul auf dem Güterboden auf einer Ihrer Veranstaltungen – und war begeistert. Lernen kann schön sein. Ich lebte bisher immer im Glauben, dass sich mit zunehmenden Alter immer weniger merken lässt, seit Kurzem weiß ich, das ist eine FAULE Ausrede. Mit ihrer Bilder- und Geschichten-Taktik habe auch ich es ganz schnell kapiert und kann wahrlich auch jetzt noch die Präsidenten oder die Ministerien aufsagen. Selbst Ihre Beispielzahl anhand der Geschichte fällt mir noch ein. Klasse! Ich werde auf jeden Fall weiter machen.
Mit besten Grüßen, Beatrice.
Hallo Frau Wittke,
.
hier sind Sie zwar auf den Seiten von Tom Freudenthal gelandet, aber auch uns gefallen die Gedächtnistrainingstechniken, wie Gregor Staub sie zeigt
Viele Grüße
Ulrike
bin nicht konzentriert
Hallo Sigrid,
.
Konzentration hat ganz viel mit Begeisterung für das Thema zu tun. Schauen Sie doch mal in Ihrem Selbstlernkurs am Tag 4 zum Centeringprozess und im Tag 5 zum Konzentrationsindex. Die gute Nachricht ist nämlich, dass man Konzentration lernen kann
LG
Ulrike