Schlüssel zum ErfolgWarum Bilder und Gefühle Ihnen helfen schneller lesen und lernen zu können...

Das Gehirn denkt in Bildern, Gefühlen und Kontexten
Wir glauben normalerweise, dass unser Gehirn so denkt wie wir, nämlich logisch, linear und in Worten, Daten, Zahlen und Fakten. Ganz falsch ist das nicht, aber es sind leider nur höchstens 1-2% unserer Gehirnzellen, die sich dieser Aufgabe in dieser Form widmen. Die restlichen 95 – 98% sind mit Denken ganz anderer Art beschäftigt – nämlich mit Bildern, Gefühlen, Geräuschen, taktilen und anderen Sinndesempfindungen.

Daher der berühmte Spruch „Wir nutzen nur einen Bruchteil unserer geistigen Fähigkeiten“. Forschungen am Gehirn von Albert Einstein zum Beispiel haben ergeben, dass das Gehirn von Genies biologisch gesehen völlig „baugleich“ mit allen anderen ist, dass es aber einen ganz anderen Unterschied gibt, der darüber entscheidet, ob Sie ein Genie sind oder nicht: nämlich die Fähigkeit zu Visualisieren, Informationen mit Gefühlen zu verbinden und das alles weitgehend ohne die Interventionen des „bewussten Zensors“ unserer linken Gehirnhälfte. Erfahren Sie nun, wie Sie schneller lesen und lernen können.

Zwei Gehirnhälften

Denn die Aufteilung des Gehirns in linke (zuständig für die bewusste Ratio) und rechte (mit Gefühlen und Bildern beschäftigt) ist zwar etwas vereinfacht, vom Grundsatz aber so falsch nicht. Wem es gelingt, die eher unbewussten Bilder und Gefühle wahrzunehmen, auch oder gerade weil diese sich oft nicht nach logischen Kriterien richten, der nutzt deutlich mehr seines geistigen Potenzieals. Wird intelligenter, kreativer und bekommt ein deutlich besseres Gedächtnis. Das Gehirn denkt immer in Kontexten. Stellen Sie sich vor, Sie haben nur eine einzige Information, die Sie sich merken wollen.

Ein Beispiel...

Nehmen wir das englische Wort flower für Blume. Sich dieses Wort in Verbindung mit dem Begriff Blume zu merken ist eher schwer, aber was wäre, wenn Sie sich eine „flower“ vorstellen? Das entsprechende Bild vor Augen haben mit wunderschönen roten Blütenblättern, einem grünen Stengel und vielleicht einer Frau, die in einen englischen Garten kommt, einige Blumen aus dem Beet abschneidet, in die Küche geht, die Enden kürzt, sich eine Vase holt, Wasser einfüllt und diese dann auf den Küchentisch stellt, um zum Schluss noch mal an der Blüte zu schnuppern. Und in dem Moment riechen auch Sie den herrlichen, frischen Duft. In diesem Fall würde das Wort flower nicht orientierungslos in Ihrem Gehirn herumirren, sondern es wäre mit einem ganzen Netz von anderen Informationen verbunden und damit sehr viel besser verankert. Das ist auch der Grund dafür, dass wann immer Sie etwas lernen wollen, der Überblick so wichtig ist. Erst die großen Zusammenhänge, die Basisinformationen, der Sinn des Ganzen und dann die Details – die können sich dann wunderbar in die schon vorhandenen Strukturen einhängen.

Für weitere kostenlose Tipps, Tricks, Strategien und Methoden zu schnellerem Lesen und Lernen klicken Sie bitte hier: www.Centered-Learning.de/SpeedReading-oder-Lernen-lernen

Sagen Sie mir was Sie denken

Kommentare (6)

  • Auch unser Gehirn denkt rein digital, d.h. alles besteht nur aus gleichförmigen Aktionspotenzialen, die sich nur in der Frequenz unterscheiden. Also eigentlich wie bei einem Computer. Aber unser Gehirn hat eine ähnliche Kapazität wie das Internet und kann es sich leisten, Prioritäten zu setzen, die eigentlich Ressourcen verschwenden. Also eigentlich könnte unser Gehirn mühelos ein Telefonbuch abspeichern, aber um unserer Lebenstauglichkeit willen verweigert es das. Bilder, Filme, Zusammenhänge, mehrere Sinneskanäle verschlingen auch im Gehirn Kapazitäten, aber das ist nicht das Problem. Ein freudiger Gruß beim Erkennen eines Mitmenschen erfordert wohl mehr Datenverkehr als ein Telefonbuch.
    Wie absurd ist es, alltägliche Informationen papier-und computergerecht zu reduzieren und sich dann diese äußerst dürftigen Informationen nicht einmal gut merken zu können! Das gilt vor allem für Mustererkennung, die unser Gehirn so perfekt beherrscht, dass wir sie technisch nicht nachbauen können. Unser Gehirn braucht keine Datenreduktion, keine Erinnerungsfunktion, kein Prioritätensystem, keine Uhr, kein Zeitplanbuch, keine Listen, kein Einbläuen und Pauken, nicht einmal Lernsysteme usw., denn es kann all das viel besser! Es muss “nur” die Entscheidung treffen, dass diese Daten im Einzelfall wichtig sind und ins Leben gehören. Darum geht es letztlich bei aller Lernschulung.

    • Genau – wenn das Gehirn findet, dass diese Information überlebenswichtig ist, dann geht das Merken ganz einfach. Das Problem ist nur, dass das Gehirn das normalerweise nicht macht. Es sind ja auch tatsächlich nicht alle Informationen überlebenswichtig. Also müssen wir unserem Gehirn das “vorgaukeln” und aus diesem Grund sind dann eben doch Strategien wichtig, die uns höher motivieren. Deswegen gibt es ja zum Beispiel den Centering Prozess bei Centered Learning und darum funktioniert der auch so gut…

      Tom

  • Johanna Mörtl

    Lieber Tom,

    danke vorerst für die bereitgestellten Info’s. Dachte vorher immer Detailwissen ist von großer Wichtigkeit. Die letzten Prüfungen habe ich mit dem Konzept- und Dynamischen Wissen befolgt und es hat sich wirklich gelohnt. Danke vielmals.

    Johanna

  • Timberwuff

    Wozu soll man sich ALLES merken?
    Das Gehirn sondiert “automatisch”, wie Sie ja auch sagen Zitat”enn das Gehirn findet, dass diese Information überlebenswichtig ist, dann geht das Merken ganz einfach. ”

    Leider verstehen es die Lehrer auch heute noch nicht, den Lernstoff interessant rüberzubringen.
    Das muss man schon leber machen!!! Schade, wird hier doch so viel Geld und Zeit verschleudert.

    Das mit dem bildlichen Vorstellen ist super.

    Wie stellen Sie, Herr Freudenthal, sich den ein Humuhumunafte vor? Würde mich mal interessieren.

    Anfassbare, Begreifbare Dinge schätze ich, hat kaum einer Probleme mit.

    Machen Sie doch mal ein paar praktische Beispiel mit Nicht-Vorstellbarem!!! Bin gespannt. Und Danke im Voraus.

    Liebe Grüße
    Timberwuff

    • Wolfgang

      Lieber Timberwuff,

      kein Ding oder abstrakter Begriff an sich ist interessant. Erst wir Menschen geben ihnen Sinn und Bedeutung. Und machen sie dadurch wichtig genug, um uns an sie zu erinnern.

      Um humuhumunafte zu visualisieren braucht es einen sinnhaften Kontext. Sonst funktioniert es nicht.

      Ein praktisches Beispiel habe ich erst gestern zum (abstrakten) Thema Rückdelegation gelesen. Im Amerikanischen heißt das Monkey-Business. Und das Bild dazu ist, dass der Mitarbeiter einen Affen auf dem Rücken sitzen hat, der während eines Gesprächs zum Chef rüberklettert und sich dann auf dessen Rücken einnistet.

      Liebe Grüße
      Wolfgang

Schneller Lesen Und Trotzdem Mehr Behalten    - Gratis Webinar -
Lernen Sie in diesem Webinar die wichtigsten Techniken, um sich schnell, sicher und stressfrei neues Wissen einzuprägen - für mehr Erfolg in Beruf, Weiterbildung oder Studium.

x